Dynamo-Kapitän Kutschke sorgt nach erfolgreichem Klassenerhalt für Eklat mit AfD-Post

Während die Saison für Dynamo Dresden am vergangenen Sonntag erfolgreich mit dem Klassenerhalt in der Zweiten Bundesliga endete, sorgte Stefan Kutschke zum wiederholten Male für einen Eklat. So hatte der Fußballprofi, der seine Karriere mit dem Spiel beendete, einen Instagram-Post von AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla mit einem Herzchen geliked. Chrupalla postete ein Selfie mit Uwe Steimle von der VIP-Tribüne mit Blick auf den K-Block. Dabei unterschrieb er den Post mit einem typisch sich anbiedernden Glückwunsch an die Ostvereine, die den Klassenerhalt geschafft oder wie Cottbus in die Zweite Bundesliga aufsteigen werden. Dass ein Profifußballer zu einem rechtsextremen Politiker solche Symapthien pflegt, stellt ein Novum dar. Bei Kutschke ist diese Verbindung in die extreme Rechte nun die Nummer drei (neben der Gründung eines Fitnessstudios mit Neonazis und dem Besuch eines zweifelhaften Kampfsport-Events mit Beteiligung von Neonazis).

Doch wie kam es zu dem Foto und dem Posting auf der VIP-Tribüne? Tino Chrupalla soll gemeinsam mit Uwe Steimle („antisemitischer Jammerossi“) auf Einladung der Volksbank in Pirna im Stadion gewesen sein. Die Bank aus Pirna fällt auch nicht zum ersten mal mit Verbindungen in rechte und russlandfreundliche Milieus auf. Dass sie jedoch nun auch einen Parteivorsitzenden und Bundestagsabgeordneten alimentieren spricht Bände für die Bank. Es ist jedoch auch nicht das erste Mal dass sich Chrupalla zu Bundesligaspielen einladen lässt. Im Januar versuchte er es beim Spiel von RB Leipzig gegen Bayern München. Wenige Tage vor dem Dynamo-Spiel inszenierte sich Chrupalla gemeinsam mit dem Vorsitzenden der neugegründeten Jugendorganisation der AfD (Generation Deutschland), Jean-Pascal Hohm, im Stadion der Freundschaft in Cottbus und „feierte“ den Aufstieg des Drittligisten.

Screenshot des Leitbildes von Dynamo Dresden

Und nun beendet Stefan Kutschke seine Karriere mit diesem Eklat. Andere Fußballspieler nennen die AfD eine „Schande für Deutschland“ oder finden deutliche Worte gegen die faschistische Partei und ihre Wähler. Der Grund: Die Inhalte und Aussagen der AfD verstoßen gegen universelle Menschenrechte und vielerorts gegen Vereinsstatuten. Kutschke hingegen hofiert mit solch einer Aktion rechtsradikale Politiker, sorgt für noch mehr Reichweite und normalisiert die faschistische AfD weiter.

Vielleicht sollten sich Kutschke oder der Verein das eigene Leitbild mal ernsthaft durchlesen und sich fragen, wie das mit Aussagen von Chrupalla und Co. zusammenpassen soll.