Rückblick auf den 14. Februar 2026

Alle Jahre wieder, so auch in diesem Jahr, fand in Dresden der geschichtsrevisionistische Gedenkmarsch anlässlich der Bombardierung Dresdens am 13. und 14. Februar 1945 statt. Folgten zum letztjährigen 80. Jahrestag über 2.500 Nazis dem Aufruf des „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“, waren es in diesem Jahr mit knapp 1.500 zwar deutlich weniger, jedoch erreichte damit die Teilnehmendenzahl wieder das übliche Niveau vor dem runden Jahrestag. Antifaschistische Proteste störten die Veranstaltung lautstark. Eine Routenverkürzung, die 2025 mit Blockaden durchgesetzt werden konnte, war in der angemeldeten Route in diesem Jahr von vornherein angelegt.

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Dynamo-Kapitän Kutschke sorgt nach erfolgreichem Klassenerhalt für Eklat mit AfD-Post

Während die Saison für Dynamo Dresden am vergangenen Sonntag erfolgreich mit dem Klassenerhalt in der Zweiten Bundesliga endete, sorgte Stefan Kutschke zum wiederholten Male für einen Eklat. So hatte der Fußballprofi, der seine Karriere mit dem Spiel beendete, einen Instagram-Post von AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla mit einem Herzchen geliked. Chrupalla postete ein Selfie mit Uwe Steimle von der VIP-Tribüne mit Blick auf den K-Block. Dabei unterschrieb er den Post mit einem typisch sich anbiedernden Glückwunsch an die Ostvereine, die den Klassenerhalt geschafft oder wie Cottbus in die Zweite Bundesliga aufsteigen werden. Dass ein Profifußballer zu einem rechtsextremen Politiker solche Symapthien pflegt, stellt ein Novum dar. Bei Kutschke ist diese Verbindung in die extreme Rechte nun die Nummer drei (neben der Gründung eines Fitnessstudios mit Neonazis und dem Besuch eines zweifelhaften Kampfsport-Events mit Beteiligung von Neonazis).

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Redebeitrag: Männertag = Scheißtag!

Redebeitrag zur Kundgebung „Männertag abschaffen – Kundgebung gegen Sexismus und patriarchale Gewalt“. Gehalten am 14.05.2026 in Dresden (Japanisches Palais)

Dresden: Eine Gruppe läuft mit lauter Musik und NS-verherrlichenden Rufen in Richtung Alaunpark. Bautzen: Dreizehn Deutsche Männer greifen drei afghanische Jugendliche an. Sächsische Schweiz: An der Bastei wird am Nachmittag ein jüdisches Ehepaar durch eine Gruppe von fünf Männern mit „Sieg Heil“ begrüßt. Rathen: Eine Gruppe von Männern aus dem Umfeld der neonazistischen Kampfsportszene in Wurzen beleidigt eine Zugbegleiterin und weitere Fahrgäste einer S-Bahn und greift sie schließlich unvermittelt an. Durch den Angriff, bei dem die Täter auch Glasflaschen und Biergläser einsetzen, werden mehrere Personen teils erheblich verletzt. Pfaffendorf: Die Polizei geht einem Hinweis auf ruhestörenden Lärm nach. Am Einsatzort entpuppt sich die Situation als Party von Neonazis. Die Beamten werden unvermittelt von 20 bis 25 Personen mit Gläsern und weiteren Gegenständen beworfen. Unter „Sieg Heil“ Rufen bedrohen sie die Polizisten mit Holzlatten und Stahlrohren.

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Im Korridor mit Nazis – Die Zwerenz-Gruppe zwischen Dagen, AfD, Mittelstandsunion und DDV-Mediengruppe

Am 7. und 8. November 2026 ist in Halle die zweite Auflage der extrem rechten Buchmesse „Seitenwechsel“ geplant. Im vergangenen Jahr hatte diese mehrere tausend Besucher*innen angezogen. Einen Beitrag zum Erfolg leistete eine umfangreiche, teilweise naiv anmutende Presseberichterstattung, die den Eindruck erweckte, es handele sich bei „Seitenwechsel“ um eine mehr oder weniger übliche Messe. Ganz direkte Unterstützung erhielt die Messe vor allem durch die Beteiligung einer vermeintlich seriösen und insbesondere in Dresden gut vernetzten Unternehmensgruppe: Die Dresdner Zwerenz-Gruppe stellte sowohl Räume als auch das organisatorische Rückgrat zur Verfügung und machte die Veranstaltung überhaupt erst möglich. Berührungsängste mit reaktionären bis neo-nationalsozialistischen Inhalten und Gästen hat sie keine.

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Von Generation zu Generation: Die Familie Mayer zwischen Nationaler Offensive und III. Weg

Im November 2025 wurde bekannt, dass sich der Neonazi Laurenz Mayer, Mitte Zwanzig und wohnhaft in der Leipziger Vorstadt, über mehrere Jahre in linken Räumen und subkulturellen Zusammenhängen bewegte. Sein Vater ist ein alter Bekannter, der schon in den 1980er Jahren ein aktiver und gut vernetzter Neonazi war und Anfang der 1990er in Dresden half, die extreme Rechte zu organisieren.

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Ein Neonazi unter vorgeblichen Antifaschist*innen?

Jeremy ist ein junger Neonazi aus Dresden. Erstmals fiel Jeremy auf, als er am 1. Juni 2024 mit zirka 100 anderen überwiegend jungen Neonazis gegen den Christopher Street Day (CSD) in Dresden demonstrierte. In den eineinhalb Jahren seit seiner ersten Sichtung war er immer wieder auf Nazidemos und sogenannten Montagsprotesten anzutreffen, meist im Umfeld der JN-Dresden/Elblandrevolte. Noch im Juli 2025 war Jeremy Teil des Naziaufmarsches der Freien Sachsen in Altleuben. Nun scheint er sich autoritären Linken angeschlossen zu haben.

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Pull-Effekt: Sachsen bietet Exklusivausbildung für faschistische Jurist*innen

Wer gegen die allgemeinen Menschenrechte ankämpft, sollte im Gerichtssaal nur auf der Anklagebank etwas zu sagen haben – so zumindest die Theorie in Deutschland seit den Nürnberger Prozessen. Anders sieht man das in Sachsen. Hier werden Faschist*innen auch nach höchstrichterlichen Urteilen noch Rosen auf den Weg gestreut.

Doch der Reihe nach: Im Oktober 2022 entschied der Sächsische Verfassungsgerichtshof (SächsVerfGH) in einem umstrittenen Urteil, dass Sachsen dem Dritten Weg-Kader Matthias Bauerfeind, sein Rechtsreferendariat ermöglichen müsse. In Bayern und Thüringen war der langjährige Neonazi mit seinen Klagen – wie in vergleichbaren Fällen aller Bundesländer seit einem Leiturteil von 1975 üblichgescheitert. Bauerfeind zog im bayerischen Fall sogar vor das zuständige Bundesgericht und verlor – allerdings zu spät, denn da war der Neonazi, dank der eigensinnigen Auslegung des höchsten sächsischen Gerichts, bereits fertig ausgebildeter Volljurist. Tür und Tor stehen neonazistischen Jurist*innen seitdem in Sachsen offen.

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Partei, Vorfeld und Neonazis – geeint beim Jungeuropa Lesertreffen in Freital

Am 13. September 2025 lud der extremrechte Jungeuropa Verlag erneut zu einem sogenannten „Verlagstreffen“ ein. Nachdem diese Treffen in den letzten Jahren außerhalb Sachsens stattfanden, wurde diesesmal einen Location im „Raum Dresden“ angekündigt. Letztendlich fand die Veranstaltung im kommunalen Ballsaal Coßmannsdorf in Freital statt, wo über einhundert Personen aus den unterschiedlichsten extrem rechten Strömungen Vorträgen und Diskussionen beiwohnten. Die Inhalte dürften dabei eher zweitrangig bleiben, im wesentlichen wurden mit Hydra Comics und Michael Schäfer, dem Oikos-Verlag von Jonas Schick, Volker Zierke und Benedikt Kaiser die immer gleichen selbstreferentiellen Stände, Themen und Referenten geboten. Relevanz hatte das Treffen des Jungeuropa Verlags vor allem als Schnittstelle zwischen Neonazis, Neuer Rechten und AfD. Zentrale Akteure aus den Bereichen waren in Coßmannsdorf anwesend und kamen miteinander ins Gespräch.

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Nach Distanzierung: Dynamo-Spieler bei Event mit Neonazi-Kämpfern

Ende September 2025, einen Tag nach der 0:2 Auswärtsniederlage in Darmstadt, besuchten drei Spieler von Dynamo Dresden die „German Cage Night“ in Greiz – eine Kampfsportveranstaltung, bei der die Dichte an Kämpfern mit neonazistischem Hintergrund beachtlich war. Besonders brisant: Die Profis posierten dort mit Personen aus genau jenem Fitnessstudio, von dem sich der Verein und Kapitän Stefan Kutschke erst im Februar öffentlichkeitswirksam distanziert hatten. Ein Blick auf ein Event, das exemplarisch für die Verschränkung von Kampfsport und Neonazi-Milieu in Ostdeutschland steht.

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ABDFSW  – Alternatives Bündnis Deutschland für Sahra Wagenknecht

Wir schreiben Montag, den 16. Juni 2025, und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) ist endgültig in der Schmuddelecke angekommen. Aber der Reihe nach. Ja, es gibt ihn noch, den allmontäglichen Demozirkus in Dresden. Nachdem Pegida das betreute Hetzen im Oktober 2024 für beendet erklärt hat, haben es sich andere Protagonist*innen auf die Fahne geschrieben, genau diese weiterhin Montag für Montag hochzuhalten. Zu diesen Protagonist*innen zählen die vermeintlich Freie Linke, die Friedensinitiative Dresden, Die Basis und die Freien Sachsen, zu denen seit einiger Zeit auch Marcus Fuchs gehört1. Diese oftmals als Querfront beschriebene Melange, die sich in der Tradition der Friedens- und Montagsdemonstrationen wähnt, gibt vor, weder rechts noch links zu sein, sondern das gesunde Volksempfinden zu vertreten. Eine Strategie der extremen Rechten, der Friedensbewegte, vulgäre Antiimperialist*innen, linke Putinfans und Verschwörungsgläubige immer wieder und gern auf den Leim gehen. Ein gutes Beispiel hierfür war die selbsternannte Friedensprozession am 18. April dieses Jahres in Dresden.

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