Und jährlich grüßt das Murmeltier III

Rückblick auf den 13. Februar 2022 Wenig Mobilisierung im Vorfeld, dennoch rund 800 Teilnehmende in Dresden: Der Naziaufmarsch zum 13. Februar bleibt ein wiederkehrender Termin von Relevanz. Während andere Aufmärsche im Themenfeld NS-Verherrlichung in der Bedeutungslosigkeit versinken, funktioniert das geschichtsrevisionistische Dresden-Gedenken weiter als Ankerpunkt für die klassische NS-affine Szene von Kameradschaften und Burschenschaften.

Der stockende Motor der Gegenkultur

Erstveröffentlichung im Antifa-Magazin »der rechte rand« Ausgabe 188 – Januar / Februar 2021 Die Organisation »Ein Prozent« ist mittlerweile einer der maßgeblichen Produzenten von kulturpolitischen Inhalten der sogenannten »Neuen Rechten«. Im Jahr 2020 baute »Ein Prozent« die Bandbreite an Formaten insbesondere im digitalen Raum noch einmal aus. Eine Bestandsaufnahme.

Die rechte Propaganda-Zentrale – Das „Ein Prozent“-Haus im Dresdner Osten

Seit mindestens eineinhalb Jahren sitzt der „Ein Prozent e.V.“ samt der verbundenen Archetyp GmbH in der Kurt-Beyer-Straße 2 in Dresden-Reick. Sein erstes Büro in Dresden, in der Lingerallee 3, hatte der Verein nach antifaschistischen Protesten wieder räumen müssen. Nun nutzt er ein Haus, dass von Hans-Joachim Klaudius, AfD-Stadtbezirksberat in Dresden-Cotta, vermietet wird. Von dort arbeiten … Die rechte Propaganda-Zentrale – Das „Ein Prozent“-Haus im Dresdner Osten weiterlesen

Mit Hilfe der AfD: Neues faschistisches Zentrum in Dresden geplant

Sein erstes Büro in Dresden musste der „Ein Prozent e.V.“ rasch wieder schließen: Nach antifaschistischen Protesten wurde ein Mietvertrag für Räume auf der Lingnerallee 3 gekündigt. Nun nimmt der rechte Verein einen neuen Anlauf und bekommt dabei offenbar Unterstützung von der Dresdner AfD.

Burschis im Souterrain

Seit zweieinhalb Jahren unterhält die Burschenschaft Arminia zu Leipzig einen Ableger in Dresden. Sitz der „Konstante“ ist ein Mietshaus in der Kesselsdorfer Straße 55 in Dresden-Löbtau. Dort werden in zwei Wohnungen Zimmer für Studierende, ein Fechtraum, sowie im Keller ein Veranstaltungsraum für ca. 35 Personen bereitgestellt.

Abfuhr für Steins „Jungeuropa Forum“

Vom 3. bis 5. August 2018 lud der nationalistische Kleinverleger Philip Stein zum Forum seines Jungeuropa-Verlags nach Dresden ein. Ursprünglich in einer noblen Location am Dresdner Elbhang geplant, musste das Forum kurzfristig verlegt und stark gekürzt werden. Der Grund: Antifaschistische Akteure informierten die Betreiber*innen über den faschistischen und rassistischen Hintergrund der Veranstaltung. Diese zeigten sich … Abfuhr für Steins „Jungeuropa Forum“ weiterlesen

13. Februar: Geschichtsrevisionisten uneins

Erneut gab sich eine Vielzahl rechter Akteuere anlässlich des 13. Februars die Klinke in Dresden in die Hand. Das Ergebnis: Eine Vielzahl von geschichtsrevisionistischen und neonazistischen Veranstaltungen und Demonstrationen mit mal mehreren hundert, mal kaum einer Handvoll Teilnehmender. Die AfD hat sich vollends in diesem Treiben etabliert, der Müller-Trauermarsch mobilisierte trotz Wochenendtermin allenfalls genausoviele Nazis … 13. Februar: Geschichtsrevisionisten uneins weiterlesen

Rechte Treffpunkte und Objekte in Dresden

Der LINKEN-Landtagsabgeordneten Kerstin Köditz beantwortete die sächsische Staatsregierung im Februar eine kleine Anfrage zu sogenannten »Treffobjekten der extremen Rechten« in Sachsen. Gemäß Erkenntnissen des Innenministeriums und nachgeordneter Behörden gab es im Jahr 2016 einen Zuwachs solcher Objekte um ca. 60 Prozent. Zehn der in der Antwort aufgelisteten Objekte liegen in Dresden, allein im Jahr 2016 … Rechte Treffpunkte und Objekte in Dresden weiterlesen

»Mischvölker« und »180 Grad-Wende«

Am 17. Januar 2017 mobilisierte die Junge Alternative (JA) Dresden 400 Personen zu einer Rednerveranstaltung mit Björn »Bernd« Höcke. Die AfD-Parteijugend hatte dafür das Brau- und Ballhaus Watzke in Pieschen angemietet. Mit unverhohlen faschistischen  Reden rannte die JA offene Türen ein: das Publikum quittierte die Vorträge mit Jubel, »Höcke nach Berlin«-Sprechchören und Standing Ovations.

Mittendrin statt nur dabei – Die AfD in der rassistischen Mobilmachung

Bereits in unseren ersten Einschätzungen zu Pegida haben wir darauf hingewiesen, dass auch AfD-PolitikerInnen an den rassistischen Demonstrationen in Dresden teilnehmen. Die anfänglich verhaltene Reaktion auf PEGIDA, ist längst offener Unterstützung gewichen. Eine kürzlich von der AfD Dresden vorgelegte „Dresdner Erklärung zur Asylpolitik“ unterstreicht deutlich die inhaltliche Nähe der gesamten Partei: mit rassistischen Argumentationen fordert … Mittendrin statt nur dabei – Die AfD in der rassistischen Mobilmachung weiterlesen